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Wattenmeer als künstlerische Inspiration Das Wattenmeer als Sehnsuchtsort für Künstler (Foto: Stock - LKN.SH)

Wattenmeer als künstlerische Inspiration

Kunstschaffende lassen sich seit jeher von der Natur inspirieren. Für den Lebensraum Wattenmeer gilt das in besonderer Weise: In Malerei, Fotografie und Dichtkunst ist die Faszination dieser einzigartigen Landschaft so häufig eingefangen worden wie wohl kaum eine andere.

Die Halbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein ist ein Sehnsuchtsort für künstlerisch Tätige - und viele von Ihnen bekennen sich als Partner zum Engagement für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und zum nachhaltigen Wirtschaften.

"Es ist die Weite", nennt der Fotograf Ralf Reinmuth (https://kuestenfocus.de/) als Grund, warum er aus Stuttgart in das kleine nordfriesische Dorf Vollerwiek umgesiedelt ist. Hier, in unmittelbarer Nähe zum Nationalpark Wattenmeer, kann er umsetzen, was ihm am Herzen liegt: "Wenn man ins Watt schaut, sieht man nicht viel, aber es ist da - das sollen meine Bilder vermitteln", sagt er; sie sollen dazu animieren, "das Nicht-Sichtbare zu spüren".

Ein einsamer Vogel im Watt hier, riesige Vogelschwärme dort; von Ebbe und Flut, Wind und Wellen immer wieder neu gestaltete Formen im Wattboden - das Wattenmeer ist ein dynamisches Ökosystem und damit auch als künstlerisches Sujet stetigem Wandel unterworfen. Wolkenphänomene am weiten Himmel, Dünen und Meer, Sonnenuntergänge und die Tierwelt von Strandkrabbe und Wattwurm bis zu Seehunden bieten eine schier unerschöpfliche Vielfalt an Motiven.

Für die Kalligrafin Karina Reck (http://www.kalligraphie-reck.de/) zum Beispiel, die, wie Ralf Reinmuth, eigens wegen ihrer Liebe zum Wattenmeer nach Eiderstedt gezogen ist und "viele Bilder mit Texten zu Meer und Watt" schreibt. Oder für die Malerin Karin Dreyer, die mit ihrer Galerie meerkunst (https://galerie-meerkunst.de/) seit Jahrzehnten direkt hinter dem Deich, "50 Meter vom Wattenmeer entfernt", lebt und arbeitet. Der Nationalpark ist Hauptgegenstand ihres Schaffens, neuestes Projekt sind Linolschnitte mit Wattstrukturen. Oder für die Fotografin und Galeristin Sibille Rehder aus St. Peter-Ording (http://www.deichgalerie.de/), der es darum geht "die intakte Natur zu pflegen, ihre unglaubliche Schönheit zu bewahren und in meinen Arbeiten zu zeigen".

Sie alle verstehen sich als Botschafterinnen und Botschafter für den schleswig-holsteinischen Nationalpark und für den Schutz des Wattenmeeres. Und sie gehören zur Gemeinschaft von etwa 200 Nationalpark-Partnern - Betriebe von Gastronomie und Hotellerie über den Freizeitbereich bis zu Kunst und Kultur sowie Vereine, Institutionen, Kommunen, Naturführerinnen und -führer.

Der Nationalpark im nördlichsten Bundesland wurde 1985 gegründet, ist der älteste der drei deutschen Wattenmeer-Nationalparke und bundesweit größtes Schutzgebiet dieser Art. Nach einer Erweiterung im Jahr 1999 umfasst er heute 4.380 Quadratkilometer - stetig von Wasser bedeckte Bereiche, bei Ebbe trockenfallende Wattflächen sowie Dünen, Salzwiesen, Sände und Priele. Er ist Teil des von der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur) ausgezeichneten Weltnaturerbes Wattenmeer, das sich vor den Küsten der Niederlande, Deutschlands und Dänemarks über rund 11.500 Quadratkilometer erstreckt.

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