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Vandalismus gefährdet Artenschutzprojekt für die Lachseeschwalbe Zerstörte Betonfalle (Foto: Hildebrandt/LKN.SH)

Vandalismus gefährdet Artenschutzprojekt für die Lachseeschwalbe

In den vergangenen Wochen wurden in den Salzwiesen vor dem Neufelder Koog von Unbekannten fünf Betonrohrfallen mutwillig beschädigt und zerstört.

Die Fallen sind Teil des Artenschutzprojekts für die Lachseeschwalbe und sollen die Brutkolonie vor Prädatoren wie Füchsen und Marderhunden schützen, die Gelege und Küken rauben. Der Dithmarscher Landrat Stefan Mohrdieck und der Leiter der Nationalparkverwaltung, Dr. Detlef Hansen, zeigten sich daher fassungslos und bestürzt über diese sinnlose Tat und verurteilen sie auf das Schärfste.

Die Brutkolonie ist das letzte Vorkommen der Lachseeschwalbe in Mitteleuropa. Jährlich brüten dort bis zu 40 Paare. Ihr Bruterfolg und damit das Fortbestehen der Art in Schleswig-Holstein werden seit 2010 durch umfangreiche Schutzmaßnahmen und mit viel Herzblut sichergestellt. Jedes Jahr konnten so etwa 20 junge Lachseeschwalben großgezogen werden.

Das Projekt ist ein Musterbeispiel für die Kooperation verschiedener Akteure aus Naturschutz, Küstenschutz, Jagd und Landwirtschaft. Projektträger ist das Bündnis Naturschutz in Dithmarschen, das vor Ort tatkräftig durch die Nationalparkverwaltung und den Baubetrieb des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark Und Meeresschutz (LKN.SH) unterstützt wird und vom Umweltministerium und dem Kreis Dithmarschen Fördermittel erhält.

Der LKN.SH und das Bündnis Naturschutz haben bei der Polizei Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gestellt.