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Junge Erwachsene aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden diskutieren Zukunft der Wattenmeer-Zusammenarbeit Teilnehmende der Trilateralen Wattenmeer-Jugendkonferenz 2022 in St. Peter-Ording (Foto: Lukas Gottwald, Wave Runner Studio)

Junge Erwachsene aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden diskutieren Zukunft der Wattenmeer-Zusammenarbeit

„Unser Erbe. Unsere Zukunft“ – so lautete das Thema der ersten Trilateralen Wattenmeer-Jugendkonferenz, die vom 1. bis 4. September in St. Peter-Ording gehalten wurde.

46 junge Erwachsene aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden, die sich bereits für das Weltnaturerbe Wattenmeer engagieren oder sich dafür begeistern, nutzten den Austausch und erarbeiteten eine gemeinsame Vision für die Zusammenarbeit zum Schutz dieses Lebensraums. Ausgewählte Vertreter:innen der Konferenz werden die Perspektiven der 18 bis 30-Jährigen auf der 14. Trilateralen Regierungskonferenz Ende November 2022 in Wilhelmshaven vorstellen.

Seit über 40 Jahren arbeiten die Staaten Dänemark, Deutschland und die Niederlande zusammen daran, das Wattenmeer in seiner Ursprünglichkeit zu schützen und zu erhalten. „Beim Regierungstreffen Ende November wird die Zusammenarbeit der nächsten vier Jahre besprochen und damit die Wegweiser für die mittelfristige Zukunft gesteckt“, erklärte Prof. Dr. Karin Lochte, Vorsitzende des Wattenmeerausschusses (Wadden Sea Board), welcher das Regierungstreffen inhaltlich vorbereitet, beim Auftakt der Jugendkonferenz. „Dabei dürfen die Stimmen der jüngeren Generationen, die diese Zukunft erleben werden, nicht fehlen.“

„Kommunikation ist der Schlüssel“ lautete die Hauptbotschaft des ersten Workshops, in dem die Herausforderungen und Möglichkeiten aller Bemühungen zum Schutz des Wattenmeeres diskutiert wurden. „Wir brauchen mehr trilateralen Austausch, um Ideen zu teilen und Lösungen zu finden, sei es in Form von Freiwilligenarbeit, Praktika, Universitäts- oder Forschungsprogrammen,“ sagt eine Untergruppe der Konferenzteilnehmenden, die junge Erwachsene aus allen drei Ländern umfasst. „Die trilaterale Jugendkonferenz war eine großartige Gelegenheit für uns junge Leute, die sich für das Wattenmeer engagieren, ein Netzwerk aufzubauen, in Kontakt zu bleiben und weiter daran zu arbeiten, wie man bestehende Projekte ausbauen und den Einfluss der Jugend auf die Schutzbemühungen für das Wattenmeeres erhöhen kann.“

Die jungen Erwachsenen kommen aus unterschiedlichen Lebenslagen: es sind Studierende, Freiwillige, junge Berufstätige sowie junge Unternehmer:innen unter ihnen. Sie befassten sich während der vier Tage mit den Aspekten des Wattenmeers als Weltnaturerbestätte, mit Beispielen und Formen von Jugendengagement im Naturschutz sowie mit gemeinsamen Zukunftsversionen für das Wattenmeer und die Einbindung junger Erwachsener in dessen Schutzbemühungen. Neben den Workshops ging es auch raus auf Exkursionen in den in unmittelbarer Nähe zur Konferenz gelegenen Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, Teilgebiet der Welterbestätte.

„Diese Jugendkonferenz ist die erste ihrer Art“, sagt Simone Prestes Dürrnagel, Organisatorin der Jugendkonferenz beim Gemeinsamen Wattenmeersekretariat (CWSS). „Wir haben sehr diverse und passionierte Teilnehmende gehabt, die diese Veranstaltung bereichert haben. Jetzt bereiten wir die Ergebnisse für die Regierungskonferenz auf und hoffen nicht nur auf eine gute Aufnahme der Vision durch die Minister:innen, sondern auch auf eine 2. Trilaterale Wattenmeer-Jugendkonferenz in nicht allzu ferner Zukunft.“

Die Jugendkonferenz wurde vom Gemeinsamen Wattenmeersekretariat im Auftrag der Trilateralen Wattenmeer-Zusammenarbeit (TWSC) organisiert und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert. Als gastgebendes Gebiet unterstützte die Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer die Veranstaltung vor Ort. Die Moderation der Jugendkonferenz lag in den Händen von Anja Szczesinski vom WWF Deutschland, Moderatorin und Coach Irina Bartmann und einem Team des UNESCO-Lehrstuhls für Zukunftsforschung an der Hanze Universität und One Resilient Earth, bestehend aus Loes Damhof, Ramila Khafaji Yadeh, Laureline Simon und Niyanta Shetye.