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Friedrichskoog: Sieltore werden zu Infotafeln Jörg Daniel (Technischer Leiter des DHSV), Fabian Lücht (Geschäftsbereichsleiter im LKN.SH) und Matthias Reimers (Geschäftsführer des DHSV) weihen am Schöpfwerk in Friedrichskoog weitere Infotafeln ein, die an ausrangierten Sieltoren befestigt wurden (Foto: LKN.SH)

Friedrichskoog: Sieltore werden zu Infotafeln

Am Schöpfwerk Steertloch und am Sperrwerk in Wedel stehen sie schon – nun schmücken auch das Schöpfwerk in Friedrichskoog neue, innovative Infotafeln, die über alle Themen rund um den Küstenschutz und Entwässerung aufklären.

Aus alt macht neu: Nach diesem Motto ließen der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) und der Deich- und Hauptsielverband Dithmarschen (DHSV) ausrangierte Sieltore aus dem Mitteldeichsiel Dieksanderkoog unmittelbar am Radweg nahezu in Originalgröße aufstellen. Der Fuß wurde einbetoniert, um auch bei Stürmen standfest zu bleiben.

„Die Küstenschutzarbeiten sind für das Leben und Wirtschaften hinter den Deichen unerlässlich“, sagt Fabian Lücht, zuständiger Geschäftsbereichsleiter im LKN.SH. „Umso wichtiger ist es, die Informationen an Touristen zu vermitteln und auch die Einheimischen immer wieder für dieses Thema zu sensibilisieren.“ Zudem habe der DHSV so auf eine aufwändige und kostenintensive Entsorgung der Sieltore verzichten können.

Die zwischen LKN und DHSV geteilten Gesamtkosten für das Aufstellen der schicken Infotafeln belaufen sich auf 5000 Euro. „Gerade in Zeiten des Klimawandels wird eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung des Hinterlandes und ein funktionierender Binnenhochwasserschutz bei Starkregenereignissen immer bedeutender“, sagt Matthias Reimers, Geschäftsführer des DHSV. „Es ist wichtig, diese Aufgabe der gesamten Bevölkerung verständlich zu machen.“

An ihrem Standort ist den Infotafeln Aufmerksamkeit gewiss: Wer vom Parkplatz zur Seehundstation läuft, oder den Treibselabfuhrweg als Spaziergänger und Radfahrer nutzt, kommt unmittelbar an ihnen vorbei. Weil sich die Sieltore in ihren neuen Rollen großer Beliebtheit erfreuen, planen die beiden Akteure am Schöpfwerk Brunsbüttel bereits einen weiteren Standort.