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Kultur und Natur im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer Ausstellung im Alten Rathaus in Garding (Foto: Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt)

Kultur und Natur im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sind Kultur und Natur eng miteinander verbunden. Die Landschaft ist dabei nicht nur Inspiration und Kulisse für Maler, Bildhauer, Schriftsteller und andere Kreative, sondern ein einzigartiger Lebensraum, den es zu bewahren gilt. Die Verbindung zwischen Kunst, Tradition und der schützenswerten Umgebung macht den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zu einer Einheit. Auch darauf möchten die kulturschaffenden Nationalpark-Partner, die am Wattenmeer leben und arbeiten, aufmerksam machen.

Kunst und Kultur in Garding
Mehrmals im Jahr zeigt der Förderverein für Kunst und Kultur eine Ausstellung von Künstlern der Gruppe KunstKlima im Alten Rathaus in Garding. Aktuell bereitet der Förderverein das Programm für den „Kunstwinter“ mit Ausstellungen und Lesungen vor – in der Hoffnung, die Coronapandemie macht all dies möglich. Als Nationalpark-Partner setzt sich der Förderverein auch dafür ein, bei den Touristen ein Bewusstsein für die Schönheit und den Schutz dieser Landschaft zu schaffen. „Auf der Halbinsel Eiderstedt sind wir umgeben vom Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“, sagt der 1. Vorsitzende Dirk-Uwe Becker. „Die Weite, die Stimmung des Lichts und die Natur beeinflussen nicht nur die Kunst, sondern das gesamte Leben hier.“ Becker ist selbst Maler und Schriftsteller und möchte mit seinen Arbeiten alle Besucher für die übernatürliche Schönheit des Wattenmeers, das sich je nach Licht, Wind und Wolken von den unterschiedlichsten Seiten zeigt, sensibilisieren. „Diese einzigartige Biosphäre darf nicht zerstört werden.“
www.kunstklima.com

Märchen und Malen am Meer
Hat sich dahinten über den Wellen nicht gerade etwas bewegt? Sehen die Wolken nicht wie Ungeheuer aus? Ein Spaziergang wird schnell zu einer Fantasiereise – vor allem dann, wenn Sigrid Nolte Schefold zum Schlendern am Strand einlädt. Sie ist sowohl Künstlerin, als auch begnadete Märchenerzählerin und kennt alle Geschichten von Zauberfischen, von der Bernsteinprinzessin oder der Meereskönigin. Und was passierte, als die Wassernixe die Kinder herbeigelockt hatte? Wer es wissen möchte, spaziert einfach mal mit. An der Seebrücke in St. Peter-Ording startet die Erzählkünstlerin zu ihren Märchenrunden. „Das Wattenmeer, der Sturm, der Wind und die Wellen sind Inspiration, für meine Geschichten, aber auch für meine Malerei“, sagt Nationalpark-Partnerin Sigrid Nolte Schefold. Mehr zu ihren Malkursen, zu ihrem online-Angebot und zu den Märchenspaziergängen am Meer unter:
https://nordsee-malerei.de/

Kultur bewahren
Trachtentanz, Plattdeutsch-Kurse, Boßeln und Ringreiten – die Hauptaufgabe des Heimatbundes Landschaft Eiderstedt ist es, Traditionen zu bewahren. „Wir kümmern uns vor allem um bewohnte Flächen, aber natürlich sehen wir Eiderstedt als Ganzes und haben auch den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer im Blick“, sagt Geschäftsführer Armin Jeß. „Der Deich trennt uns nicht. Eiderstedt ist umgeben von der ehemaligen Kulturlandschaft, dem heutigen Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Zwei Landschaften also, die seit jeher zusammengehören und daher nicht losgelöst voneinander betrachtet werden können.“
https://www.heimatbund-eiderstedt.de/heimatbund-eiderstedt/

Natur erleben im Museum
Eng verbunden mit dem Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sind viele der Museen an der Nordseeküste. Im Naturkundemuseum in Niebüll lernen Besucher nicht nur Interessantes über die Tier- und Pflanzenwelt im Binnenland und im Wattenmeer, sondern sie können auf Exkursionen und Beobachtungsausflügen, wie dem „Vogelkiek am Außendeich“ die Informationen aus dem Museum gleich in der Natur anwenden. „Wir haben auch schon eine Ausstellung zum Thema Müll am Meer gehabt, um Besucher für den Schutz des Wattenmeeres zu sensibilisieren“, sagt Museumsleiter Carl-Heinz Christiansen. Gerade bereitet er die nächste Ausstellung für das Frühjahr 2021 vor: „Flügelschlag über dem Wattenmeer“, Bilder der dänischen Künstlerin Marit Beckmann. Untergebracht in einem reetgedeckten, denkmalgeschützten Haus, versteht sich das Museum Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording als Langzeitgedächtnis der Region. Viele Bewohner Eiderstedts haben dem Museum Möbelstücke und Gebrauchsgegenstände gestiftet. So können auch Urlauber die regionalen Besonderheiten kennen und verstehen lernen, die eine Landschaft zu bieten hat, die dem Meer abgerungen wurde. Das Naturzentrum Mittleres Nordfriesland in Bredstedt ist nicht nur Naturerlebnishaus, sondern auch Impulsgeber. Die Mitarbeiter setzen sich dafür ein, die einzigartige Natur Nordfrieslands zu entdecken und zu schützen. Gemeinsam mit Einwohnern, Gartenbesitzern, Landwirten, Politikern und Naturschützern entwickeln die Mitarbeiter des Naturzentrums Lösungen für die Region rund um den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Mehr Blumen am Wegesrand und mehr bienenfreundliche Lebensräume sind nur ein Ziel von vielen. Zu den Leitsätzen des Naturzentrums gehört es, die traditionelle Kulturlandschaft zu erhalten und zu gestalten: „Jedes Stück Land, das sich ohne Pestizide und unnötige menschliche Eingriffe ganz natürlich entwickeln kann, ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.“ Alle diese Nationalpark-Partnereinrichtungen hoffen, nach den aktuellen coronabedingten Einschränkungen ihre Türen bald wieder für Gäste öffnen zu können.
https://www.museum-landschaft-eiderstedt.de/, https://www.nkm-niebuell.de/
https://www.naturzentrum-nf.de/