Nationalpark Partner Schleswig-Holstein logo-nationalpark-partner
Gut bewirtet im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer Hausgemachtes Eis im „Pharisäerhof“

Gut bewirtet im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Einzigartig, nachhaltig und herzlich – diese Eigenschaften zeichnen drei besondere Nationalpark-Partner in Norddorf auf Amrum, Uelvesbüll auf Eiderstedt und auf der Insel Nordstrand aus. Traditionell und zugleich innovativ bieten sie ihren Gästen hausgemachtes Eis, Slow-Food-Küche oder eine friesische Brotzeit an. Alle Gastgeber sind dem Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer auf besondere Weise verbunden. Schauen Sie doch mal vorbei!

Friesische Brotzeit im „Smeerkrog“
Seitdem Sigrun Musielak den „Smeerkrog“ vor zwanzig Jahren übernommen hat, ist die Schankwirtschaft wieder zum beliebten Treffpunkt auf der Halbinsel Eiderstedt geworden. „Hier trifft sich die Welt“, sagt die liebenswürdige 51-Jährige. Einige Stammgäste kommen sogar aus Husum, Tönning und Westerhever, denn die meisten der historischen Schankwirtschaften, die schon vormittags geöffnet hatten, gibt es nicht mehr. Der „Smeerkrog“ ist dieser Tradition seit 300 Jahren treu geblieben. Im kleinen Ort Uelvesbüll, direkt am Nordseeküstenradweg, kommen in der Saison viele Urlauber vorbei und nutzen neben der Frühstückspause auch den Service der Refill-Station, um ihre mitgebrachte Trinkflasche kostenfrei mit frischem Wasser aufzufüllen, oder des Transportangebots zum Bahnhof, falls mal ein Reifen platt sein sollte. Hobbyornithologen finden sich vor allem im Herbst zur Vogelbeobachtung in Uelvesbüll ein. Bei den Einheimischen ist der „Smeerkrog“ beliebter Stammtisch-Treffpunkt. Bis vor zwei Jahren stand vor der Schankwirtschaft noch eine Viehwaage. „Da kamen die Bauern mit ihren Lämmern und Schafen, haben die Tiere hier gewogen und verkauft“, erzählt Musielak. Heute kommen sie immer noch, ohne Tiere, aber mit Appetit. Im „Smeerkrog“ gibt es neben fair gehandeltem Kaffee, Kakao, Tee oder Teepunsch auch die beliebte friesische Brotzeit (telefonisch vorbestellen!). Sie besteht aus regionalen Produkten: Honig vom Imker aus Uelvesbüll, Holsteiner Katenschinken aus Oldenswort und Meersalzbrötchen aus Schenefeld sowie Marmelade, die macht Sigrun Musielak selbst – die Zutaten wachsen in ihrem Garten. „Ich liebe diesen Ort, weil wir hier mitten in der Natur sind, umgeben von vielen Tierarten. Zugleich auch in der Mitte von Nirgendwo, aber wir haben ja unsere Gäste, die für Abwechslung und Unterhaltung sorgen “, sagt die Wirtin. Radfahrern bietet sie auch eine Übernachtungsmöglichkeit. „Meine Familie hat sich hier gut eingelebt. Vermutlich auch, weil ich genauso stur bin wie die Eiderstedter Bauern“, lacht sie. Nationalpark-Partnerin ist die Gastgeberin im „Smeerkrog“ aus Überzeugung geworden. „Nachhaltigkeit ist für mich eine Herzensangelegenheit“, berichtet sie und erklärt, die Schankwirtschaft liegt dicht am Wattenmeer auf schmierigem, moorigem Boden – daher kommt auch der Name. Noch viele Geschichten gibt es über den „Smeerkrog“ zu erzählen. Wer sie hören möchte, sollte einfach mal vorbeischauen. www.landerleben-nordsee.de

Slow Food im „De Strunluuker“
Volker Fietmeier ist in Hamburg aufgewachsen, verbrachte aber viele Urlaube an der Nordseeküste. Als in Norddorf auf Amrum ein Nachfolger für ein Restaurant gesucht wurde, griff Fietmeier zu und führt seit fünf Jahren „De Strunluuker“, den „Strandgucker“. Ein Eigenname, der sich am Friesischen orientiert. Gäste des Restaurants erwartet nicht nur ein fantastischer Ausblick auf den Kniepsand, sondern auch hochwertige, regionale Küche. Fietmeier und seine Lebensgefährtin Carola Prinzhorn haben sich der Slow-Food-Bewegung angeschlossen. „Das heißt nicht, dass man bei uns ganz langsam essen muss“, lacht Fietmeier. Slow-Food ist eher eine Einstellungssache – es geht darum, den Gerichten einen Wert beizumessen und die Qualität der Zutaten schätzen zu lernen. Gut, sauber und fair – das sind die Slow-Food-Grundsätze, nach denen auch im „De Strunluuker“ gekocht wird. Fleisch vom Antibiotika frei aufgewachsenem Susländer Schwein gehört zu den Spezialitäten, der Renner auf der Speisekarte ist aber der Strunluuker Leuchtturm, ein Fischgericht, das mit Röstis und einer Tomate als symbolische Turmkappe aufeinandergestapelt wird. „De Strunluuker“ liegt direkt neben dem Naturzentrum Amrum des Öömrang Ferian, das über die Natur der Insel und des Nationalparks Wattenmeer informiert. Zwei Nationalpark-Partner, die sich gut ergänzen. www.destrunluuker.de

Hausgemachtes Eis im „Pharisäerhof“
Hundeliebhaber, Eisliebhaber, Freunde des echten Nationalgetränkes „Pharisäer“ und alle, die gern Ferien am Wattenmeer in einem wunderschönen alten Reetdachhaus auf Nordstrand machen möchten, sind hier genau richtig. Wie alles zusammenpasst? Ganz einfach. Detlef Scheler vom „Pharisäerhof“ ist nicht nur Hundeliebhaber, er mag auch Eis. Und seinen „Pharisäerhof“ auf Nordstrand, den mag er sowieso. Im traditionsreichen Haus wurde der Pharisäer erfunden – und das kam so: Bei einer Tauffeier im Jahre 1872 war Pastor Bleyer unter den Gästen – er hatte Alkoholgenuss strengstens untersagt. Aber Bauer Johannsen, damaliger Hofbesitzer, zeigte sich erfinderisch und umging das Verbot. Er ließ starken, süßen Kaffee brauen. In den kam eine Portion Rum und darauf eine Sahnehaube, damit der Rumduft in der Tasse blieb. Der Pastor (dem selbstverständlich „unpräparierter“ Kaffee serviert wurde) konnte so nichts von der List bemerken, bis er aus Versehen auch einen Rum-Kaffee vorgesetzt bekam. Bereit, den Sündern zu verzeihen, hob er den Finger und rief aus: „Oh, Ihr Pharisäer!“ Noch heute wird der Pharisäer nach dem alten Originalrezept zubereitet. Nicht ganz so alt ist die zweite Spezialität des Hauses: das MUKU-Eis, das nur hier im Café im Haupthaus und im Eiscafé in Büsum zu haben ist. „Pharisäerhof“-Inhaber Detlef Scheler teilte schon als Kind mit seinem Freund Ernst Schlichte die Leidenschaft für Eis. Die beiden erwarben vor fünf Jahren die Rechte an der renommierten Marke MUKU und stellen jetzt selbst Eis her. Aus nordfriesischer Vollmilch, Sahne, frischen Früchten und weiteren, allerbesten Zutaten. Die Sorten haben ungewöhnliche Namen wie Rotbunte, Swattbunte, Spökenkieker oder Kuddelmuddel. Neben Schoko, Vanille oder Erdbeere gibt es auch Kokos, Sanddorn und Johannisbeere. Hmmm. Und damit sich nicht nur Männer, Frauen und Kinder im „Pharisäerhof“ wohl fühlen, sind auch Hunde herzlich willkommen. Kirsten, Detlef und ihre Tochter Svenja Scheler haben selbst vier Hunde namens Amira, Olivia, Nero und Rubi und freuen sich auch über alle vierbeinigen Gäste, die genauso wie ihre Herrchen und Frauchen die langen Spaziergänge in der Marsch und zum nahen Wattenmeer genießen. www.pharisaeerhof.de