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Eröffnung des neuen Naturerlebnisraums in St. Peter-Ording Umweltminister T. Goldschmidt eröffnet neuen Naturerlebnisraum in SPO (Foto: Alina Claußen / LKN.SH)

Eröffnung des neuen Naturerlebnisraums in St. Peter-Ording

In St. Peter-Ording gibt es eine neue Anlaufstelle für alle Menschen, die den Nationalpark und das Weltnaturerbe Wattenmeer vor Ort erleben und mehr darüber erfahren möchten. Umweltminister Tobias Goldschmidt eröffnete heute einen neuen Naturerlebnisraum und überreichte die Anerkennungsurkunde an Bürgermeister Jürgen Ritter.

Das Erlebnisareal führt auf rund 4,6 Hektar Fläche in den faszinierenden Lebensraum der Salzwiese ein und bietet zahlreiche interaktive Informationselemente entlang der Wege und auf vier Plattformen. Dazu zählen beispielsweise ein Barfußpfad, ein Sandrieselspiel sowie Fernrohre, mit denen im Gelände versteckte Vogelsilhouetten erspäht werden können.

„Unser Weltnaturerbe Wattenmeer erhält durch den Naturerlebnisraum die Aufmerksamkeit, die es verdient. Gerade an einem touristischen Hotspot wie St. Peter-Ording wollen wir die Menschen für Natur begeistern, aber auch sensibilisieren. Es geht darum, hautnah zu erleben, wie schützenswert dieser einzigartige Naturraum ist“, lobte der Minister das Projekt. Vor allem im Hinblick auf den Klimaschutz kämen Salzwiesen als CO2-Senken eine besondere Bedeutung zu. „Tourismus, Natur- und Klimaschutz können Hand in Hand gehen. Wie das geht, zeigen wir hier im Naturerlebnisraum“, so Goldschmidt.

„Ich freue mich sehr über die Fertigstellung des Naturerlebnisraums, der eine schöne Ergänzung zur Erlebnispromenade und dem neuen Familientreffpunkt ist. Der hochwertige Naturtourismus in St. Peter-Ording wird dadurch weiter gestärkt“, so Katharina Schirmbeck, Tourismus-Direktorin in St. Peter-Ording: „Die gute Zusammenarbeit zwischen Tourismus-Zentrale, Schutzstation Wattenmeer und der Nationalparkverwaltung zeigt die Bedeutung der Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit in der Ortsentwicklung.“

Seit 2015 arbeiteten die drei Institutionen unter Koordination der NationalparkService gGmbH gemeinsam an dem Vorhaben. Die Konzeptentwicklung und Umsetzung übernahm das Kieler Planungsbüro NaturErleben.

"Die Gäste haben im Naturerlebnisraum die Möglichkeit, Tiere und Pflanzen des Nationalparks mit allen Sinnen zu erleben“, erläutert Imme Flegel, Regionalleiterin der Schutzstation Wattenmeer auf Eiderstedt. An den zahlreichen Stationen finde man Informationen über die speziell angepassten Insekten und anderen Krabbeltiere in den Salzwiesen. Vom nahe gelegenen Nationalpark-Haus aus könnten Interessierte eine spannende Rallye in die Salzwiesen des Naturerlebnisraums starten. „So macht das Entdecken auf eigene Faust viel Spaß“, sagte Flegel.

„Wir freuen uns über die neue, schillernde Perle in der Kette von Informationsangeboten zum Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Sie wird dazu beitragen, noch mehr Menschen für diese einzigartige Landschaft zu begeistern und für deren Schutzwürdigkeit zu sensibilisieren“, so Dr. Gerd Meurs-Scher, der in der Nationalparkverwaltung den Fachbereich Bildung leitet und zudem als Geschäftsführer der NationalparkService gGmbH das Projekt koordinierte.

Eine Besonderheit des neuen Naturerlebnisraums ist die Teildigitalisierung des Informationsangebots. Da viele der Tafeln im Winter zum Schutz vor Überflutungen abgebaut werden müssen, wurden an mehreren Stellen ein QR-Code angebracht. Per Smartphone eingescannt führt dieser auf ein virtuelles Informationsangebot des Naturerlebnisraums auf der Nationalpark-Website.

Die Kosten für den Naturerlebnisraum „Weltnaturerbe Wattenmeer“ von rund 550.000 Euro wurden größtenteils durch das für die Westküste eingeführte EU-Förderprogramm Integrierte territoriale Investition (ITI) gedeckt. Zudem unterstützte die Nationalparkstiftung das Vorhaben mit rund 83.000 Euro.